Lichtquellen

In Hinblick auf die kürzeren Tage und der kommenden dunklen Jahreszeit mache ich mir wieder häufiger Gedanken über das Thema Beleuchtung in meiner Wohnung. Im September trat die nächste Stufe der EG-Verordnung 244/2009 in Kraft, wodurch bestimmte Sorten von klassischen Glühbirnen nicht weiter produziert und neu in den Handel kommen dürfen. Ziel soll hierbei sein, aus Klimaschutzgründen die “Energiefresser” vom Markt zu nehmen und Alternativen mit weniger Leistungsaufnahme voran zu treiben. Für mich stellt sich die Frage: Wie bekomme ich meine Wohnung mit geringen Stromkosten hell?

Die Glühbirne

Seit mehr als 130 Jahren findet die klassische Glühbirne Verwendung und seit 100 Jahren fand sie Einzug in Privathaushalte. Das Prinzip hat sich seitdem nicht wesentlich verändert: ein Metalldraht mit elektrischem Widerstand wird von einem Strom durchflossen, wodurch Wärme entsteht, sodass der Draht anfängt zu glühen. Es wurden lediglich Verbesserungen beim verwendeten Metall vorgenommen, wodurch die Lichtausbeute besser wird. Das größte Problem hierbei ist die aufgewandte Energie, die nur zu einem kleinen Teil von etwa 5% tatsächlich in Licht umgesetzt wird – der Rest ist schlicht Wärmeabgabe. Eine “60 Watt Glühlampe” ist somit gleichzeitig ein “57 Watt Heizkörper”. Kennt jemensch, wer mal eine eingeschaltete Glühbirne angefasst hat.

In den 1950er Jahren fand eine Weiterentwicklung statt, die früher bereits theoretisch angedacht wurde, aber die Fertigungstechnik noch nicht so weit war. Für die Halogenglühlampe wurde ein starker und kleiner Glaskolben benötigt, um dort mit Hilfe des Halogens Iod einen Wechselwirkenden Prozess mit dem im Glühdraht vorhandenen Wolfram anzustoßen. Der ganze Kreislaufeffekt kann bis heute nicht komplett erklärt werden, aber die Anwendung ist möglich. Letzten Endes erscheint das abgegebene Licht bis zu 30% heller bei gleichem Leistungsverbrauch im Vergleich zu einer klassischen Glühbirne. Halogenglühlampen werden dazu meistens mit einem Reflektor oder als Stab betrieben, was sie punktuell heller erscheinen lässt.

Die Leuchtstofflampe

Ein von der Bauart völlig anderes Prinzip zur  künstlichen Lichterzeugung mit viel Verbreitung ist eine spezielle Art der Gasentladungslampe, bekannt als Leuchtstofflampe. Die Entwicklung lief zeitgleich zur Glühbirne in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ab, aber mit noch geringem Erfolg. Vom Prinzip her ist die Leuchtstofflampe ein Kondensator, der mit seinen zwei Elektroden ein Gas einschließt. Die Hülle um das Gas in der Mitte ist ein Glaskolben, der sowohl stabil als auch lichtdurchlässig ist und nicht in Reaktion mit dem Gas tritt. Als Gas wird für die übliche Leuchtstofflampe Quecksilberdampf mit einem weiteren Edelgas (Argon oder Xenon) verwendet. Wenn nun eine Spannung an die Elektroden angelegt wird, findet innerhalb des Kolbens ein ziemlich spannender physikalischer Vorgang statt: mit der Zündspannung fängt das Gas an zu ionisieren und wird dadurch elektrisch leitfähig. Oder korrekter gesagt, es wurde ein Plasma erstellt (Plasmaphysik! im Wohnzimmer!). Das Quecksilberdampfplasma strahlt durch die ständige Anregung mit herumschwirrenden Elektronen Licht aus, dummerweise hauptsächlich im Ultraviolett-Bereich (UV-Licht), was wir Menschen nicht sehen können.

1938 wurde die erste Leuchtstoffröhre vermarktet, die innen auf dem Glaskolben eine Beschichtung,  den sogenannten Leuchtstoff, aufgebracht hat, die das kurzwellige UV-Licht in langwelliges sichtbares Licht verwandelt. Das ist der schlichte Grund dafür, warum Leuchtstofflampen immer milchig aussehen. Der Leuchtstoff sorgt auch dafür, dass das Licht weiß erscheint. Alte Leuchtstofflampen sind meistens gelbstichig, wobei moderne Leuchtstofflampen in diversen Farbspektren erhältlich sind und durch Mischung von diversen Farben ein recht klares Weiß erzeugen können.

Dieses Prinzip der Leuchtstofflampe gibt es nicht nur in länglicher Röhrenform, sondern seit einigen Jahren in kompakter Bauweise mit geknickter oder gewendelter Röhre. Durch die kompakte Röhrenform wird die Lichtquelle mehr zu einem Punktstrahler. Außerdem hat sie den Vorteil nahezu gleich groß zur Glühbirne zu sein, um diese in vorhandenen Fassungen auszutauschen. Das ist die so genannte Energiesparlampe.

Die Leuchtstofflampe an sich hat eine hohe Lichtausbeute bei geringer aufgenommener Leistung. Zumindest dann, wenn sie erst einmal leuchtet. Sie braucht einige Minuten bis der Plasmakreislauf sich eingependelt hat und das Licht stabil emittiert wird. Sie sind üblicherweise um 70%–85% sparsamer als eine Glühbirne (und erzeugen auch nicht so viel Wärme). Oder wie es so häufig von Marketingmeschen vorgerechnet wird: “Eine 12W Energiesparlampe ist gleich hell wie eine 60W Glühbirne”.

Die LED

Aus der Elektronik ist sie schon lange als kleines Statuslicht bekannt: die LED – Light-Emitting Diode.

Die zugeführte Energie führt lapidar erklärt dazu, dass die freien Elektronen im dotierten Halbleiter in ein anderes Leitungsband hüpfen, dort aber nicht auf Dauer verweilen können und wieder auf das ursprüngliche Band zurückfallen. Beim Rückfall wird Energie freigesetzt, die in Form eines Lichtblitzes emittiert wird. Die abgegebene Energie bestimmt die Wellenlänge des Blitzes, was die Farbe einer LED ausmacht. Dieses lässt sich durch das verwendete Element zur Dotierung des Halbleiters beeinflussen.

Die Entwicklungshistorie der LED zieht sich über diverse Farben. Als Grundlage dient die Halbleiterphysik seit 1948 mit der ersten Diode und dem daraus entwickelten Transistor. Die Farben Rot und Gelb wurden ab 1962 als LED entwickelt. Zum Einsatz kamen als Halbleitermaterial Galliumarsenid (GaAs) und Aluminiumgalliumarsenid (AlGaAs). In den 1970ern wurde Galliumphosphid (GaP) als Material verwendet, was zur grünen LED führte. Zur additiven Farbmischung und damit für die weiße LED fehlte jedoch noch eine Farbe: Blau. Die Entwicklung dauerte bis 1992 als Indiumgalliumnitrid (InGaN) zum Einsatz kam. Dadurch konnte das gesamte Farbspektrum abgebildet werden und die weiße LED war durch additive Farbmischung mehrerer LED-Farben auch möglich.

Da die Mischung von mehreren farbigen LEDs in kompakter Form jedoch sehr schlecht ist, wird häufig der gleiche Ansatz wie bei Leuchtstofflampen verwendet. Eine kurzwellige blaue LED bestrahlt Leuchtmittel, welches das Licht in die langwelligen anderen Farben umsetzt.

Die Leistungsaufnahme einer einzelnen LED ist sehr gering. Diese liegt üblicherweise im Milliwatt-Bereich. Aber ebenso ist der Lichtstrom einer einzelnen LED sehr gering, weshalb LEDs in der Regel zu Clustern zusammengeschaltet werden. Ein LED-Cluster mit gleichem Lichtstrom wie eine Glühlampe mit 60W elektrischer Leistung kommt aber immer noch mit nur etwa 6W aus (wovon noch ein Teil für das Vorschaltgerät drauf geht).

 

So langsam wird es unübersichtlich mit den Vergleichen rein auf die aufgenommene Leistung in Watt beschränkt. Schließlich geht es bei Licht darum, so viel Helligkeit wie möglich mit so wenig aufgewandter Energie wie nötig zu produzieren. Diese Einheit gibt es bereits und heißt Lichtausbeute.

Umdenken in Lichtausbeute (Lumen pro Watt)

Das größte Problem dabei ist, die Helligkeit zu beschreiben. Das ist kein Maß, was irgendwie berechnet werden kann oder wo einfach, wie insbesondere bei Gewicht oder Länge, ein Metallstück auf dem Tisch stand (Urmeter oder Urkilogramm), was von nun an als Ausgangsmaß verwendet wurde. Bei Helligkeit geht es immer um einen subjektiven Vergleich des menschlichen Auges. Mein viel gebrauchtes Physikbuch beschreibt es folgendermaßen:

Lichttechnische Größen, basieren auf der Strahlungsbewertung durch das Auge. Sie beschreiben Strahlung so, dass sie den Helligkeitseindruck wiedergeben und damit für die Beleuchtungstechnik maßgeblich sind.
[Stöcker, Taschenbuch der Physik, Verlag Harri Deutsch, 3. Auflage, S. 376, 1998]

Zurück zur Lichtausbeute, die in der Einheit Lumen pro Watt gemessen wird. Lumen (lm) ist die Einheit des Lichtstroms, welcher die oben genannte Strahlungsbewertung durch das Auge zu Nutze macht. Das menschliche Auge nimmt Licht als Wellenlängen zwischen 380nm und 780nm wahr. Der sogenannte spektrale Hellempfinglichkeitsgrad für das Tagsehen sieht aus wie eine Glockenkurve mit ihrem Maximum bei 555nm (das Grausehen bei Nacht liegt bei 505nm). Von der Farbe her ist das etwa gelbgrün. Um nun das Lumen zu beschreiben, wurde irgendwann mal rückwärts gerechnet (ähnlich, wie es mit dem Urmeter gemacht wurde):

1 Lumen ist definiert als der Lichtstrom einer 1,464 mW starken, 555-nm-Lichtquelle mit 100 % Wirkungsgrad.
[Seite „Lumen (Einheit)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. September 2012, 05:17 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lumen_(Einheit)&oldid=107834895 (Abgerufen: 26. September 2012, 22:31 UTC)]

Ich zitiere hier tatsächlich aus der Wikipedia, da es die am einfachsten verständliche Erklärung ist. Wir nehmen also einfach einen Strahler, z.B. eine LED, mit 555nm Wellenlänge (dieses gelbgrün, was das Auge tagsüber am hellsten wahrnimmt), und legen Spannung und Strom so an, dass diese LED mit 1,464mW Leistung aufnimmt (den Innenwiderstand vernachlässigen wir hier mal). Den Lichtstrom, den unser Auge aufnimmt, ist nun 1lm. Bei einer anderen Farbe (andere Wellenlänge) wird der Lichtstrom geringer, da dort das Auge nicht mehr so empfindlich ist.

Zum weiteren Verständnis ist auch noch die Lichtstärke gemessen in Candela (cd) wichtig. Das ist der Lichtstrom pro Raumwinkel, gemessen in Lumen (lm) pro Steradiant (sr). Messen wir beispielsweise die Lichtstärke über den gesamten Raumwinkel, ist dieser gleich zum Lichtstrom. Zur Veranschaulichung und als Eselsbrücke mit Einheiten: Eine Kerze hat die Lichtstärke von 1cd (Candela, lateinisch für Kerze). Der komplette Raumwinkel beträgt 4π sr (Kugel mit dem Radius von 1, wodurch die Oberfläche 4πr² zu 4π wird). Somit ist der Lichtstrom = Lichtstärke × Raumwinkel = 1 cd × 4π sr ≅ 12,56 lm.

Interessant wird es jetzt in Verbindung mit einem Öffnungswinkel eines Strahlers, wie bei Spots oder Leuchtdioden. Dieser Öffnungswinkel kann in Steradiant umgerechnet werden. Somit ist es uns möglich für alle Leuchtmittel, die die Lichtstärke und den Öffnungswinkel angegeben haben, den Lichtstrom auszurechnen.

Ein Rechenbeispiel. In einem Datenblatt zu einer LED habe ich stehen: Öffnungswinkel: 80°, Lichtstärke: 0,025 cd. Der Lichtstrom wäre nun umgerechnet 0,03 lm (was für eine LED recht üblich ist). Die LED wird mit einer Spannung von 2,2V bei einem Strom von 20mA betrieben; das macht eine Leistung von 2,2V × 20mA = 0,044W = 44mW. Die Lichtausbeute ist damit 0,03 lm ÷ 0,044 W = 0,68 lm/W.

Noch ein Rechenbeispiel mit einer Halogenglühlampe (von der Webseite eines Lampenherstellers). Öffnungswinkel: 30°, Lichtstärke: 570cd, Nennleistung: 28W. Ergibt für den Lichtstrom 122 lm und somit für die Lichtausbeute 4,36 lm/W.

Jetzt haben wir einen direkten Vergleichswert der beiden unterschiedlichen Leuchtmittel. Und nun werfen wir einen Blick auf die Einteilung der Energieeffizienzklassen von Leuchtmitteln, wonach bestimmt wird, ob ein Leuchtmittel auf dem Markt bleiben darf oder verschwinden muss.

Da werden doch exakt die Größen verwendet, mit denen wir hier die ganze Zeit rechnen: Lichtstrom in [lm] zu elektrische Leistung in [W]. Die Energieeffizienzklassen sind also nichts anderes als eine Gruppierung für die Lichtausbeute! Wenn also auf einer Verpackung ein (A) aufgedruckt ist, kann ich damit erkennen, dass dieses Leuchtmittel sehr hell bei geringem Verbrauch ist. Ebenso weiß ich bei (G), dass ich für den gleichen Lichtstrom viel mehr Energie aufwenden muss.

Leuchtmittel der Wahl

Alle drei vorgestellten Arten von Leuchtmitteln haben ihre Vor- und Nachteile.

Glühbirne

  • Lichtstrom
    Mäßig hoch, je nach Leistung; je nach Typ hoher Abstrahlwinkel (Birne) oder mäßiger Abstrahlwinkel (Spot)
  • Farbe
    Durchgängiges Farbspektrum und dadurch sehr angenehm für das menschliche Auge; sehr warme Farbtemperatur
  • elektrische Leistung
    Sehr hoch, da der Großteil in Wärme umgesetzt wird
  • Lichtausbeute (Lichtstrom zu elektrische Leistung)
    Sehr gering bis gering
  • Preis
    Niedrig, da seit vielen Jahren in Produktion und die Einzelbauteile einfach herzustellen sind
  • Lebensdauer
    Gering bis mäßig (~1000–2000 Stunden ≅ 42–84 Tage für Glühlampen, ~2000-6000 Stunden ≅ 84–250 Tage für Halogenlampen)
  • Recycling
    Glas und Metall können getrennt werden, es fallen keine Schwerstoffe an

Leuchtstofflampe

  • Lichtstrom
    Sehr hoch, aber nicht punktuell, sondern auf Fläche leuchtend; hoher Abstrahlwinkel
  • Farbe
    Durch neue Leuchtstoffe ist eine Farbmischung möglich, die diverse Farben ermöglicht; kalte und warme Farbtemperaturen sind möglich
  • elektrische Leistung
    Akzeptabel, da der Großteil der Leistung in Licht statt Wärme umgesetzt wird
  • Lichtausbeute (Lichtstrom zu elektrische Leistung)
    Mäßig bis gut
  • Preis
    Niedrig für die Leuchtstoffröhre, zuzüglich eine mäßig teure Fassung mit Vorschaltgerät; mittlere Preislage für die Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparlampe), da dort das Vorschaltgerät eingebaut ist
  • Lebensdauer
    Lang (~6000–25.000 Stunden ≅ 250–1041 Tage ≅ 0,7–2,8 Jahre)
  • Recycling
    In der Röhre ist Quecksilber und somit Sondermüll; das Vorschaltgerät ist Elektroschrott und kann zumindest in den Kompaktleuchtstofflampen nicht wiederverwendet werden

LED

  • Lichtstrom
    Gering für eine einzelne LED, im Cluster vergleichbar mit Leuchtstofflampen; neue Materialien sind in der Entwicklung; geringer Abstrahlwinkel
  • Farbe
    In der Regel sehr kalte Farbtemperatur, was sich durch ein blaustichiges Licht bemerkbar macht
  • elektrische Leistung
    Sehr gering für einzelne LEDs, im Cluster aber meistens als Leuchtstofflampen; zuzüglich kommt ein Vorschaltgerät mit Verlusten
  • Lichtausbeute (Lichtstrom zu elektrische Leistung)
    Bei kaltem Licht gut bis sehr gut, bei warmen Licht mäßig
  • Preis
    Sehr hoch, obwohl die Technik bereits in Serie hergestellt wird, aber ein Vorschaltgerät ist zwingend notwendig; durch weniger Leistungsaufnahme im Betrieb und sehr hoher Lebensdauer rentiert sich der hohe Kaufpreis auf Zeit
  • Lebensdauer
    Sehr hoch (~15.000–100.000 Stunden ≅ 1,7–11,4 Jahre)
  • Recycling
    Die komplette LED-Lampe mit Vorschaltgerät ist Elektronikschrott; Schwermetalle und giftige Stoffe kommen bei weißen LEDs in der Regel nicht zum Einsatz

Zusammengefasst ist die LED der Favorit zur Schonung der Umwelt. Die Leuchtstofflampe wäre eine akzeptable Alternative, wenn sie nicht die Quecksilberanteile enthielte. Bei der LED ist mir schleierhaft, weshalb sie so extrem teuer ist. Ein LED-Spot, der einen Halogenspot ablösen kann, kostet etwa 10 bis 15 Euro, im Gegensatz zu 3 bis 5 Euro für die Halogenvariante. Die LEDs selbst sind Centprodukte, somit kommt nur das eingebaute, kompakte Vorschaltgerät in Frage. Doch auch dieses sollte in Serienproduktion nur wenige Kosten verursachen. Meine Vermutung ist, dass zum einen die Entwicklungskosten wieder heraus geholt werden müssen und zum anderen die Hersteller momentan sehr gut auf der Verkaufswelle schwimmen.

Wohnraumgestaltung

Nach so viel physikalischem Vorwissen gehe ich zurück zu meiner ursprünglichen Frage der Wohnraumgestaltung. Ich möchte die folgenden Zimmer ausstatten: Wohnzimmer, Arbeits-/Esszimmer, Schlafzimmer, Küche, Badezimmer und Flur.

Wohnzimmer

Im Wohnzimmer wünsche ich mir warmes, indirektes Licht. Spots sind nur auf der Couch zum Lesen sinnvoll, ansonsten soll eine Hintergrundbeleuchtung zur Orientierung und zum Fernsehgucken dienen. Die Lichtquelle ist häufig über mehrere Stunden eingeschaltet.

Optimal wäre hier eine versteckt verbaute, dimmbare Leuchtstoffröhre mit warmem Farbton. Eine T8-Leuchtstoffröhre in 120cm Länge nimmt eine Leistung von 36W auf, was ich auf Dauer akzeptabler finde als mehrere Spots oder sogar eine 300W Halogenröhre. Als direkte Beleuchtung unter der Decke geschraubt finde ich sie jedoch recht hässlich. Die Röhre muss eher “verkehrt herum” angebracht sein und gegen die Decke strahlen. Dazu braucht es noch eine schicke Hülle, die ich bisher nicht im Baumarkt fand und von daher selbst bauen muss. Zusätzlich wären mehrere LED-Flächenleuchten mit ca. 5W pro Leuchte als Orientierungslicht an allen Wänden im Raum denkbar, da diese direkt die volle Lichtausbeute liefern. Nachteil ist hier, dass die Verkabelung nicht liegt und hässliche Kabelleisten gezogen werden müssen.

Als komplette Alternative wären nur eine dimmbare LED-Flächenleuchte mit bis zu 30W unter der Decke denkbar. Dadurch brauche ich keine neuen Kabel ziehen und brauche auch nicht auf den Komfort der Wechselschaltung an den beiden Türen des Raums verzichten.

An der Couch können zwei LED-Spots mit 2W–4W angebracht werden, vielleicht auch als Stehlampe mit Kranenhals ausgeführt.

Arbeits-/Esszimmer

Das Arbeits- und Esszimmer ist derzeit mit einem Halogenstrahler mit drei G10-Spots ausgeführt. Sprich, dieser Strahler hat kein Vorschaltgerät und die Halogenbirnen werden direkt mit 240V betrieben. Die Halogenbirnen haben eine Leistungsaufnahme von jeweils 35W und einen Öffnungswinkel von 35°. Somit werden im eingeschalteten Zustand dauerhaft 105W verbraten.

Hier kann ich schnell auf LED-Spots mit jeweils 4W–6W umrüsten, mit dem Nachteil geringerer Öffnungswinkel. Die meisten LED-Spots haben nur einen Öffnungswinkel von 20°–30°. Zusätzlich wird das Licht ein wenig weißer werden, was aber im Arbeitszimmer nicht von Nachteil ist. Die Alternative wäre, die Spots durch eine Leuchtstoffröhre auszuwechseln, aber hier mit einer Farbtemperatur, die dem Tageslicht ähnlich ist. Zusätzlich benötige ich eine Leuchte über dem Esstisch. Diese kann eine LED-Hängeleuchte mit 15W–20W sein, möglicherweise sogar dimmbar. Oder eine mobile Stehleuchte mit Deckenfluter und zusätzlichem Spot, da der Esstisch nicht immer an der gleichen Stelle im Raum steht.

Schlafzimmer

Im Schlafzimmer braucht nicht viel Licht sein. Aktuell befinden sich dort eine Deckenleuchte mit Kompaktleuchtstofflampe und ein Leselicht am Bett dort drin. Die Leseleuchte ist ein Spot und bereits auf eine 2W-LED mit E14-Fassung umgestellt. Diese ist zwar dunkler und hat auch nur einen kleineren Öffnungswinkel wie die vorher verbaute 40W-Glühbirne, aber das Licht reicht zum Lesen voll aus. Der weitere Vorteil ist, dass sie nicht so heiß wird und ich mich nicht mehr daran unabsichtlich verbrenne.

Die Deckenleuchte wird mehr zur Orientierung und für den Kleiderschrank benötigt. Dort würde eine 18W-LED-Flächenlampe, möglicherweise etwas abgehangen, vollkommen ausreichen. Das Licht ist selten lange eingeschaltet, weshalb schnelle Einschaltzeiten von Vorteil sind.

Küche

In der Küche befinden sich momentan ein 3-Spot-Halogen-Deckenfluter, eine Lampe im Backofen, eine in der Mikrowelle und eine in der Dunstabzugshaube. Der Deckenfluter besitzt einen Spannungswandler auf 12V Gleispannung und drei Halogenspots (GU5.3 Sockel) mit 35° Öffnungswinkel und jeweils 20W. Eine Umrüstung auf 4W-Halogenspots ist ohne Probleme möglich.

Die Lampen in Hitzenähe (Ofen, Herd) können nicht auf LED umgerüstet werden, da die Vorschaltelektronik der Hitze nicht Stand halten wird. Hier muss ich wohl oder übel vorerst bei den 15W-Glühbirnen bleiben. Diese werden auch nicht so schnell vom Markt verschwinden.

Zusätzlich benötige ich noch Arbeitsleuchten unter den Hängeschränken. Kurze Leuchtstoffröhren machen hier wenig Sinn. Besser sind mehrere LED-Leisten.

Badezimmer

Im Badezimmer benötige ich meistens nur für kurze Zeit Licht, aber dann bitte sofort in voller Lichtausbeute. Aktuell ist unter der Decke eine 11W-Kompaktleuchtstofflampe angebracht und vor dem Spiegel hängt ein Spot mit einer 4W-LED-Leuchte.

Auch wenn eine LED-Deckenlampe sofort für helles Licht sorgen würde, wäre eine Umrüstung auf 18W energietechnisch gesehen nicht sinnvoll. Der Spot vor dem Spiegel ist sehr ungünstig angebracht. Hier wären zwei LED-Leisten links und rechts daneben sinnvoller. Mehr Licht im Bad wird echt nicht benötigt.

Flur

Der Flur ist derzeit der Raum, wo am häufigsten Licht brennt, da er der Verbindungsraum zwischen Arbeitszimmer, Wohnzimmer und Bad ist. Aktuell ist dort eine 11W Kompaktleuchtstofflampe von der Decke abgehangen. Mit einem etwas schöneren Lampenschirm kann diese Lampe bleiben wie sie ist.

Fazit

Diverse Wohnraumlampen können schnell auf energietechnisch bessere Leuchtmittel umgestellt werden. Vor allem Halogenspots sind sehr schnell ohne große Verluste im Lichtstrom austauschbar auf LED. Für völlig neue Lampen im Wohnraum sind diverse Überlegungen notwendig, um diese den Anforderungen entsprechend anzuschaffen. Von Nachteil sind die sehr hohen Anschaffungskosten für LED-Lampen und -Leuchtmittel, die sich erst im Laufe von mehreren Jahren rentieren. Möglicherweise muss ich selbst Hand anlegen und eine schicke Lampe für das Wohnzimmer bauen, die meinen Wünschen entspricht. Für die komplette Umgestaltung der Wohnung werde ich grob über den Daumen gepeilt nicht unter 500 Euro an Anschaffungskosten hinweg kommen, wobei diverse Neuanschaffungen dabei sind und nicht nur Austauschleuchtmittel.

Am besten ist aber immer noch Sonnenlicht, was aber im Winterhalbjahr leider etwas zu spärlich scheint. Für die gemütlichen Stunden tun es auch Kerzen oder gasbetriebene Lampen.

Update:

Habe die Kompaktleuchtstofflampe im Flur mit 1151lm ÷ 20W = 57,55lm/W durch eine LED-Lampe mit 250lm ÷ 3,5W=  71,43lm/W ersetzt. Hat zwar einen niedrigeren Lichtstrom, aber für den kleinen Flur reicht es aus. Trotz fast gleicher Farbtemperatur (2700K zu 2600K) erscheint die LED-Lampe viel weißer. Außerdem ist das Licht direkt auf voller Helligkeit, was beim Betreten der Wohnung durchaus sinnvoll ist. Die Anschaffungskosten lagen bei 9€ für diese Lampe.