[28C3] Tag 2

Zuerst ging es für ein paar Stunden ins Büro, da es einen Termin gab, der nicht außerhalb der Congress-Zeit gelegt werden konnte. Ist aber nicht so tragisch, da das Büro gerade 15min zu Fuß vom bcc entfernt ist. Auf der Hinfahrt setzte ich mich in die U-Bahn und bemerkte neben mir jemanden, der die ganze auf dem Smartphone rumtippte. Am Arm wurde kurz ein 28C3-Bändchen sichtbar, aber ich sprach ihn nicht an, da wir beide Kopfhörer auf hatten.

Um 15 Uhr schlug ich pünktlich zum Soup-Meetup im bcc wieder auf. Für mich gab es zwar kein T-Shirt, da ich schlicht zu wenig Inhalt in meine Soup mit wenigen ausgewählten Themen werfe. Aber dafür gab es Aufkleber und Gesichter-zu-Namen-Zuordnungen. Und plötzlich sah ich die Person aus der U-Bahn am Morgen wieder, konnte aber den Nick nicht richtig zuordnen.

Zwei Gründungsmitglieder des CCC Ossendorf beim Regiotreffen

Im Anschluss fand das CCC-Regiotreffen statt. Im Vorfeld hatte ich mich mit maha ein wenig abgestimmt. Schließlich hatte ich den Job bereits paar Jahre gemacht und versuche ein wenig unterstützend zur Seite zu stehen. Ich fand es sehr faszinierend, dass von fast jeder regionalen CCC-Gruppe jemand dabei war. Mit nahezu drei Stunden Gespräch zog es sich ziemlich in die Länge. Jedoch hatten die Jungs vom CCC Ossendorf für ein wenig Show-Einlage gesorgt. So hinterfragten sie mit ihrer (fiktiven) Ortsgruppe die Berechtigung aller regionalen Gruppen und machten damit auf die teilweisen absurden Diskussionen innerhalb des Regiotreffens aufmerksam.

Direkt nach dem Regiotreffen verschwand ich nach Neukölln, um das Queer Geeks and Naughty Nerds Meeting zu besuchen. Leider war es dort so voll, dass ich erst ständig im Durchgang stand und dann einen Sitzplatz ergattern konnte, direkt neben jemanden, der wohl nur darauf gewartet hatte, jeden mit seinen Problemen voll zu labern. Nach einem schnellen Astra fuhr ich zurück ins bcc.

Dort gab es Kölsch vom Fass, eine Werbeaktion für die SIGINT12. Doch das Kölsch war auch irgendwann leer und es ging mit Becks von der Theke weiter. Dazu habe ich einige sehr interessante Gespräche in der Lounge oder im Art&Beauty geführt, in der wir in schneller Reihenfolge von einem Thema zum nächsten kamen. Nach mehr als einer Stunde Gespräch trollte ich mich in die Lounge, erhielt dort noch ein Krombacher in die Hand gedrückt, verzog mich aber aufgrund von Sauerstoffmangel und Lärm Richtung Bällebad. Und dort traf ich wieder den Nerd aus der U-Bahn am morgen und wir kamen zum Ende des Tages endlich in ein Gespräch…

[28C3] Tag 1

Der erste Tag des Congress beginnt bei mir mit einer Verspätung. Die Reste der Erkältung fordert mehr Schlaf ein als mir lieb ist.

Bemerkenswert ist, dass alles läuft – bis auf den Webserver mit der Veranstaltungswebseite und dem Programm. Direkt nach dem Aufstehen schnappte sich mein Übernachtungsgast seinen Laptop und sagte nach wenigen Sekunden erstaunt zu mir „Die Streams laufen alle stabil.“ Er selbst hatte bis mitten in der Nacht an einem Workaround für einen Encoder gefrickelt, der immer wieder Aussetzer hatte. Die Lösung funktioniert offensichtlich gut.

Immer wieder hörte ich im Laufe des Tages von Engeln, dass bereits alle Schichten vergeben sind und sie keine Aufgabe hätten. Das NOC hat schick anzusehende Graphen mit Netzwerkstatistik erstellt. Im Gebäude verteilen sich die Besucher recht gut, zumindest kommt es mir dieses Jahr nicht so beengt vor. Schlangen bilden sich von Zeit zu Zeit an der Getränkeausgabe, dem T-Shirt Verkauf, vor den Toiletten und ganz besonders beim Verkauf der vom Camp bekannten Bastelplatine r0ket.

Vorträge sah ich – wie üblich – keine.

[28C3] Tag 0

Bevor ich mit den Tagen nicht nachkomme, direkt den Tag 0 hinterher. Den zweiten Tag des Aufbaus – oder des Finetunings.

Dank Erkältungsnachwirkungen und einer Nacht mit extrem schlechtem Schlaf, wurde es dann 14:30h als ich im bcc aufschlug. Aber da ich keine akuten Aufgaben zu erledigen hatte, ging ich rum und begrüsste bereits angereiste Freunde und Bekannte von überall her. Nach ein wenig Rumirren habe ich mir dann mal ein DECT-Phone abgeholt und fand eine noch ziemlich leere Referentenbetreuung vor, die noch etwas schicker eingerichtet werden wollte.

Vermutlich aufgrund der Erkältungsnachwirkungen und der Gebäudelüftung kamen Kopfschmerzen auf. Aber als ich dann eine Flasche Mineralwasser öffnete und diese binnen zwei Minuten leerte und direkt darauf die nächste Flasche in ein paar Minuten mehr, war die Ursache schnell auszumachen: Dehydratation. Auch wenn der Congress nicht im heissen Sommer wie so manches Camp stattfindet, nehmt euch den Rat zu herzen und nehmt ausreichend Flüssigkeit zu euch! Und damit meine ich nicht Mate und Bier, sondern tatsächlich Mineralwasser.

Wo wir gerade bei Getränken sind: Sehr schnell fand ich die Autoren des Hackerbrause Buchs und wir verkosteten eine aus Düsseldorf importierte Hausmarke Lakritz – der Dank geht an den Mitbringer! Dazu erhielt ich als Dank für mein Mitwirken im Blog ein Exemplar des Buchs, für das ich mir alle drei Unterschriften einholte. In diese Runde fand sich Tim Pritlove ein und ich durfte den neuen CRE-Jingle probehören. Neben dem grandiosen Redesign Logo gefällt mir der Jingle! Vor einigen Ausgaben war übrigens Hackerbrause das Thema beim CRE.

Zum Abendessen (endlich mal wieder warm Essen) fand ich mich in einer kleinen Gruppe mit Kai und Alexander wieder. Ein Gespräch mit Kai abseits von digitalen Kommunikationsmedien stand eh schon länger aus und es hat mich gefreut, dieses mit einem ausgiebigen Essen zu kombinieren.

Zurück im deutlich volleren bcc holte ich mir das Eintrittsarmbändchen ab. Mit Leuten vom CCC Köln sprach ich über die Renovierungsarbeiten der neuen Clubräume und den bevorstehenden Umzug. In Gesprächen mit vielen anderen Leuten kam immer wieder das Thema “CCC Ossendorf” vor. Sehr angenehm fand ich ein kurzes Gespräch mit Jacob Appelbaum, der mich mit überschwänglicher Umarmung begrüsste und ein langes Gespräch mit Mitch Altman über Technikbasteleien, Politik und Hacking.