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Hackerspaces im Abgeordnetenhaus von Berlin

Heute war ich einer Einladung des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten im Abgeordnetenhaus von Berlin gefolgt. Der offizielle Tagesordnungspunkt hieß

  1. Besprechung gemäß § 21 Abs. 3 GO Abghs
    Vernetztes Denken in der Kultur – Berliner Hackerspaces als Träger und Produzenten kultureller Aktivitäten

Der Antrag zur Behandlung des Tagesordnungspunktes erfolgte bereits am 12. März 2012 auf Antrag der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Ein halbes Jahr später wurde dieser Punkt auch aufgenommen und ich wurde als Sachverständiger von hackerspaces.org geladen.

Neben mir hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Frank Rieger vom Chaos Computer Club e.V. als weiteren Sachverständigen zum Thema geladen.

Nach einem kurzen, frei gehaltenen Vortrag von Frank präsentierte ich ein paar Folien (PDF mit meinen Notizen), um das Thema Hackerspaces etwas näher zu bringen. Danach erfolgte eine zweifache Frage- und Antwortrunde für alle Fraktionen. Zu dem Tagesordnungspunkt wurde ein Wortprotokoll erstellt, das in der kommenden Woche auf der Webseite des Ausschusses veröffentlicht wird.

Möglicherweise ist der Ausschuss gewohnt, dass Gäste Gelder anfragen. Denn die häufigste Frage war, inwieweit der Senat Hackerspaces finanziell unterstützen kann. Dieses ist jedoch nicht unser Ziel gewesen, denn wir wollten erstmal das Bewusstsein für die Existenz von Hackerspaces als kulturschaffende Orte wecken. Berlin ist weltweit der Ort mit der größten Dichte an Hackerspaces (je nach Zählweise neun bis zwölf). Selbst Metropolen wie New York, San Francisco oder Paris kommen nicht auf diese Anzahl. Ein anderer Punkt war die nicht klare Zuordnung von Hackerspaces in den Bereich Kultur oder eher in den Bereich Bildung. Möglicherweise folgen weitere Gespräche mit den für Bildung zuständigen Ausschuss.

Meiner Ansicht nach, haben wir das Thema Hackerspaces gut vermittelt und die Aufmerksamkeit in allen Fraktionen geweckt. In seinen abschließenden Worten ließ uns Staatssekretär Schmitz wissen, dass er weiter mit uns in Kontakt bleiben möchte. Weitere Termine werden also folgen.

Ich bin auf das Wortprotokoll gespannt und werde es kommende Woche mit meinen Notizen ergänzen. Bisher gibt es eine kurze Zusammenfassung bei der Piratenfraktion Berlin.